Kirchenmusik

 

Kirchenchor und Orgel

 
Kirchenmusik in vielfältiger Gesalt 
 

Kirchenchor

Die menschliche Stimme zum Gotteslob und Erbauung der Menschen.
Kontakt:
Verena Ruf, 79283 Bollschweil
Telefon: 07633/7577
 
Nicolas Volz, Kirchenmusiker in St. Ulrich
St. Ulrich 10, 79283 Bollschweil
Email: nicovolz.com@gmail.com
 
 
 

Orgel

Die Königin unter den Instrumenten:
In St. Ulrich gebaut von der Firma Metzler.
 
Kontakt:
Nicolas Volz, Kirchenmusiker in St. Ulrich
St. Ulrich 10, 79283 Bollschweil
Email: nicovolz.com@gmail.com
 

Kirchenchor

Ausführlichere Informationen über den Kirchenchor und Einladung zum Mitsingen.
 
 

Orgel

Ausführlichere Informationen über die Metzler-Orgel.
 

Kirchenchor

 
Engelschor an der Brüstung der Orgelempore
 

Kirchenchor

Der Kirchenchor St. Ulrich konnte im Jahr 2010 auf eine hundertjährige Geschichte zurückblicken und besteht derzeit aus rund 25 Sängerinnen und Sängern in gemischter Stimmlage. Er gestaltet festliche Gottesdienste ebenso wie Konzerte, Hochzeiten und Beerdigungen und wirkt bei weiteren kirchlichen Anlässen mit. Neben einem großen Repertoire an geistlicher Chormusik und klassischen Messen beherrscht der Kirchenchor St. Ulrich auch viel weltliches Liedgut. Große Höhepunkte im Jahr sind neben den vom Kirchenchor veranstalteten Weihnachtsfeiern das Ulrichsfest und das Adventskonzert, welches zusammen mit der Trachtenkapelle St. Ulrich gestaltet wird. Auch die Gemeinschaft kommt durch geselliges Beisammensein nach der Probe (freitags  20 Uhr), bei Geburstagen, Festen und beim jährlichen Ausflug nicht zu kurz.
 
Kontakt:
Verena Ruf, 79283 Bollschweil
Mitglieder im Vorstandsteam:
1. Vorsitzende: Verena Ruf
2. Vorsitzende: Petra Illig
Schriftführer: Meinrad Karle
Finanzen: Anselm John
 
Chorleiter
Nicolas Volz, Kirchenmusiker in St. Ulrich
St. Ulrich 10, 79283 Bollschweil
Email: nicovolz.com@gmail.com
 

Schola

Die Schola setzt sich aus den Männerstimmen des Kirchenchores zusammen und gestaltet Vespern, Andachten und die Gründonnerstagsliturgie musikalisch durch ein- und mehrstimmige geistliche Gesänge. An Sonn- und Feiertagen übernimmt die Schola auch die Vorsängerteile aus dem Gotteslob
  
Kirchentrio
  
Orchester mit Pauken und Trompeten an der Brüstung der Orgelempore
 

Mit Pauken und Trompeten

Warten und dann genau im richtigen Moment ganz da sein: das muss ein Pauker können. 
Man sagt, der Pauker oder auch Paukist, das sei eigentlich ein „zweiter Dirigent“: derjenige, der rhythmisch sozusagen die Zügel des Orchesters in der Hand hält, ganz hinten und oben sitzt und damit über allem thront. Meist sind es zwei oder vier Pauken, die er um sich herum aufgebaut hat. Und wenn er dann im wahrsten Sinne des Wortes „auf die Pauke haut“, dann liefert er dem Orchester damit nicht nur Rhythmus, sondern auch Tonhöhen. Denn anders als Trommeln lassen Pauken sich stimmen. 
Bevor die Pauke ins Orchester kommt, waren Paukisten beim Militär beschäftigt. „Ungeheure Rumpelfässer“ – so nennt der Komponist und Musikschriftsteller Michael Praetorius die Heerpauken. Sie sind damals die Instrumente der adeligen Kavallerie - gemeinsam mit den Trompeten. Und in Zeiten des Krieges auch ein wertvolles Gut: erbeutete Pauken gelten als Insignien der Macht und sind deshalb eine begehrte Siegestrophäe. 
Entsprechend ihrer Herkunft gelten sie noch bei Georg Friedrich Händel als „martial instruments“, also „Kriegsinstrumente“. Mit genau solchen Instrumenten bestellt der englische König damals zum Ende des Österreichischen Erbfolgekrieges ein Werk bei Händel. Für seine „Music for the Royal Fireworks“ braucht Händel neben Trompeten oder zahlreichen anderen Bläsern dringend Pauken. Und die leiht er sich dann beim königlichen Waffenarsenal aus... 
Abseits des Militärs kommen Pauken und Trompeten an Fürstenhöfen zum Einsatz: mit Fanfaren wird beispielsweise die Ankunft oder der Auszug eines Herrschers angekündigt oder auch zur Eröffnung diverser Feierlichkeiten blasen die Trompeten und schlagen die Pauken dazu. Sie sind Symbol herrschaftlicher Macht und deshalb bestens dazu geeignet, hochstehende Persönlichkeiten zu ehren und zu preisen. 
Als die Königin von Polen und Kurfürstin von Sachsen, Maria Josepha, Geburtstag hat, gratuliert ihr Johann Sebastian Bach mit einer Kantate: „Tönet, ihr Pauken! Erschallet, Trompeten! Klingende Saiten, erfüllet die Luft!“ so beginnt der Eingangschor von Bachs gleichnamiger Glückwunschkantate für Maria Josepha. Auf den Text antwortet Bach mit seiner Musik immer augenblicklich: „Tönet, ihr Pauken!“ singt der Chor und schon erklingen die Pauken.„Erschallet, Trompeten!“ – und direkt sind die Trompeten zu hören. 
Bach lässt Pauken und Trompeten hier zu Ehren der Königin und Kurfürstin Maria Josepha erklingen. Für sein Weihnachtsoratorium unterlegt er diesen Eingangschor dann mit einem neuen Text „Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage“. Und schon künden Pauken und Trompeten vom freudigen Ereignis der Geburt des Herrn. 
Quelle: Herzog, Susanne (2019): Orchesterinstrumente: Streichen, blasen, zupfen, schlagen. In: SWR2 Musikstunde vom 12. Juli 2019. (www.SWR2.de; 20.07.2019)
 

Kontakt: Manuel Karle
 

 

Metzler-Orgel

Bei der Restaurierung des Innenraums der ehemaligen Prioratskirche St. Ulrich gegen Ende der 1980er Jahre stellte sich heraus, dass die Orgel von 1947 gut gemeint, aber doch etwas klobig geraten war. In den Prioratsakten fand sich der Vermerk, man habe um 1762 bei Johann Andreas Silbermann in Straßburg angefragt, was eine Orgel mit einem Manualwerk aus seiner Werkstatt für St. Ulrich kosten würde. Doch der Preis Silbermanns erschien im kleinen Priorat St. Ulrich nicht finanzierbar. So wurde lediglich eine gebrauchte einmanualige 4'-Orgel aus Schliengen erworben, mit einem neuen Gehäuse samt Schnitzereien von Matthias Faller versehen, die seit 1870 verschollen sind.
Für die Neubeschaffung einer Orgel 1989 in der bemerkenswert schönen Kirche St. Ulrich wurde Silbermann als Qualitätsmaßstab genommen. Den Zuschlag erhielt schließlich die Firma Metzler Orgelbau in CH-Dietikon. Ausschlaggebend dafür war das günstige Verhältnis von Preis zur Leistung, die vorgelegte Entwurfszeichnung für das Gehäuse im Geiste der Modelle Johann Andreas Silbermanns, die Erfahrung mit Instrumenten Silbermanns bei diversen Rekonstruktionen und Restaurierungen von dessen Orgeln, sowie die anerkennenswerte hohe Intonationskunst in der Klanggestaltung bei Metzler.
Einzigartig als Bildzeugnisse für die „Music" in den Schwarzwaldklöstern sind die Bilder aus dem Jahre 1767 von Franz Ludwig Hermann (1723-1791) an der Emporenbrüstung. Für die „Music" im Alltag kleiner Klöster waren Hermanns Gemälde Illusion. Doch für hohe Feste dürfte es Brauch gewesen sein, „Musicanten" aus andern Klöstern und aus Freiburg zu holen – Hermanns Gemälde sind nicht nur flüchtiger Traum, sondern programmatisch: für das ländliche Gebiet im südlichen Schwarzwald hat sich die Musik in St. Ulrich als hochlebendig erwiesen.
Seit 1947, also bereits seit über 60 Jahren, hat sich die Tradition mit fruchtbarem Wirken von Studierenden der Musikhochschule Freiburg als Chorleiter und Organisten, die nun mit der exzellenten Metzler-Orgel den schönen Kirchenraum mit Klang füllen, neu gebildet.  
Text: Prof. Dr. Hans Musch