Bötzingen am Fuße des Kaiserstuhls wurde 769 erstmals urkundlich erwähnt und ist damit die älteste weinbautreibende Gemeinde in Baden.
1838 wurde der Ort Oberschaffhausen eingemeindet.
Erst nach dem Zweiten Weltkrieg blühte Bötzingen auf und wuchs zur heutigen Größe heran. Neben dem Weinbau ist die Industrie ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden.
Zur Pfarrgemeinde St. Laurentius Bötzingen gehören (einschl. der Filialkirche St. Jakobus Eichstetten) 2.175 Katholiken (Stand: Nov. 2015)
Ersterwähnung
1223 Pfarrei
1556 Hachbergische Untertanen reformiert
Der Friedhof bei der kath. Kirche wurde bis 1766 von beiden Konfessionen benutzt.
Ebenso wurde das Langhaus der kath. Kirche u.a. für größere Feiern, wie Taufen, Leichenpredigten
und wohl auch zu großen Trauungen der ev. Gemeinde zur Verfügung gestellt.
Jetzt sollte aber eine klare Trennung erfolgen und jeder nur seine eigene Kirche nutzen, was 1798 durch Kaiser Franz II. bestätigt wurde.
Ein neuer Friedhof für beide Konfessionen wurde nach der Mitte des 19. Jh. angelegt.
Patrozinium
St. Laurentius 10.08.
Patron/Patronat
1356-1806 vom Kloster Waldkirch an das Deutschordenshaus Freiburg
1806-1918 Großherzog von Baden
Frühere Diözesanzugehörigkeit
Konstanz
Landesherrliche Zugehörigkeit
Über Lehensrechte Teilhabe der Markgrafschaft Hachberg bzw. Baden-Durlach und der österreichischen Landgrafschaft Breisgau seit dem 15. Jahrhundert, an Baden 1805.
Eckdaten über die Pfarrkirche St. Laurentius Bötzingen (Patrozinium 10. August)
Die Bötzinger Pfarrkirche in der Sieglestr. 2, ist dem heiligen Laurentius geweiht. Laurentius lebte im 3. Jahrhundert und galt schon in der Frühzeit des Christentums als großer Märtyrer und bedeutender Heiliger. Wenn also eine Kirche unter dem Laurentius-Patronat steht, kann man davon ausgehen, dass die Gemeinde einen frühchristlichen Ursprung hat. So auch in Bötzingen, wo die Wurzeln bis ins 8. Jahrhundert zurückreichen.